6. Wie eine Zahnzusatzversicherung den Eigenanteil senkt
Ein Eigenanteil von 1.800 Euro oder mehr belastet viele Patienten stark. Genau hier setzt eine Zahnzusatzversicherung an. Mehrere Tarife auf dem Markt erstatten Implantat-Kosten zu 100 Prozent, einschließlich Knochenaufbau. Der entscheidende Faktor ist die Leistungsstaffel: In den ersten Jahren begrenzen die meisten Versicherer die Erstattung auf einen jährlichen Höchstbetrag. Erst nach einer Anlaufphase greift die volle Kostenübernahme.
Drei konkrete Tarif-Beispiele zeigen, wie sich die Erstattung in der Praxis entwickelt.
Die Staffel hat praktische Konsequenzen. Beim Rechenbeispiel aus dem vorigen Abschnitt (2.500 Euro Gesamtkosten, 700 Euro GKV-Zuschuss, 1.800 Euro Eigenanteil) würde die DKV Z100 ab dem vierten Versicherungsjahr die kompletten 1.800 Euro übernehmen. Der Eigenanteil sinkt auf 0 Euro. Im ersten Versicherungsjahr wäre die Erstattung auf 1.000 Euro begrenzt, sodass noch 800 Euro Eigenanteil blieben.
Die monatlichen Beiträge für 100-Prozent-Tarife liegen je nach Alter zwischen 27,52 und 43,62 Euro (Alter 31 bis 40) beziehungsweise 35,75 und 62,78 Euro (Alter 41 bis 50). Keiner der auf dem Markt verfügbaren 38 Tarife hat eine allgemeine Wartezeit für Zahnersatz. Stiftung Warentest hat 285 Tarife geprüft und 14 Testsieger mit der Note Sehr Gut (0,5) ausgezeichnet. Wer frühzeitig abschließt, profitiert davon, dass die Leistungsstaffel bis zum Zeitpunkt der Behandlung bereits ausgelaufen ist.
Ein Hinweis zur Leistungsstaffel: Die jährlichen Höchstgrenzen gelten für alle Zahnersatzleistungen zusammen. Es gibt kein separates Implantat-Budget. Wenn Sie im selben Jahr eine Krone und ein Implantat benötigen, wird beides aus demselben Kontingent erstattet. Planen Sie deshalb Behandlungen zeitlich so, dass die Staffelgrenzen optimal genutzt werden.