2. Vor- und Nachteile im direkten Vergleich
Was ist besser: Zahnimplantat oder Brücke? Die Antwort hängt von mehreren Kriterien ab. Beide Versorgungen haben klare Stärken und Schwächen. Ein Vergleich nach den wichtigsten Entscheidungsfaktoren zeigt, wo die Unterschiede liegen.
Der größte Vorteil des Zahnimplantats gegenüber der Brücke liegt im Schutz der Nachbarzähne. Für eine konventionelle Brücke muss der Zahnarzt die beiden Nachbarzähne abschleifen und überkronen. Dabei geht gesunde Zahnsubstanz unwiederbringlich verloren. Sind die Nachbarzähne gesund und kariesfrei, spricht das deutlich für ein Implantat.
Ein weiterer Unterschied betrifft den Kieferknochen. Ohne Zahnwurzel fehlt die natürliche Belastung, und der Knochen bildet sich zurück. Im ersten Jahr nach dem Zahnverlust beträgt der Höhenverlust 1 bis 2 Millimeter, danach etwa 0,1 bis 0,2 Millimeter pro Jahr. Ein Implantat übernimmt die Funktion der natürlichen Wurzel und bremst diesen Knochenschwund.
Die Brücke punktet bei der Behandlungsdauer und dem Verzicht auf einen chirurgischen Eingriff. Innerhalb von zwei bis vier Wochen ist die Versorgung abgeschlossen. Beim Implantat dauert allein die Einheilung drei bis sechs Monate. Für Patienten, die eine OP scheuen oder bei denen medizinische Gründe dagegen sprechen, kann die Brücke die bessere Wahl sein.
Was hält länger: Brücke oder Implantat? Die Zahlen sprechen eine klare Sprache. Während die Erfolgsquote einer Brücke nach zehn Jahren bei etwa 80 Prozent liegt, erreichen Implantate 93 bis 98 Prozent. Langfristig muss eine Brücke häufiger erneuert werden, was die Gesamtkosten über die Jahre erhöht.
Wie lange ein Implantat tatsächlich hält und welche Faktoren die Lebensdauer beeinflussen, erklärt unser Ratgeber
Zahnimplantat Haltbarkeit & Lebensdauer: Was die Studien zeigen
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Quellen:
implantate.info
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dentolo.de
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medikompass.de